1.Philosophieren: über Networking
Networking ist an sich, ganz lapidar gesagt, eine gute Sache. Den schlechten Eigenschaften des Menschen sei Dank, ist es das aber nicht ganz. Klar es hat positive Seiten, sogar sehr viele…… Kontakte werden geknüpft, weiter ausgebaut oder sogar Verträge geschlossen und der neue Superdeal abgesegnet. Aber Networking hat auch seine Schattenseiten. Menschen, die sich, gerade eine neue Gruppe oder Gesprächsrunde bildend, kennenlernen, verlieren sich schnell in irgendwelchen Lästereien über Konkurrenten (ok, ist eventuell noch vertretbar, aber oft niveaulos), Partner (eigentlich schon garnicht mehr vereinbar) und auch nicht selten über Mitarbeiter (garnicht vereinbar). Dieser Aspekt des Networking, der sich “Verschaffe-dir-innerhalb-der-Gruppe-einen-Namen-und-tu-es mit-unrechten-Dingen” nennt, zeigt eine große Dunkelseite auf. Viele von uns Winken spätestens jetzt ab und sagen, dass machen doch alle, nur ich nicht. Das eben ist der Punkt… wir winken gerade ein Thema ab, dass alle angeht, auch einen selbst, selbst wenn man der Meinung ist, es nicht zu tun.
Die man es meint und wie es ankommt, sind wie wir wissen, 2 völlig voneinander losgelöst zu betrachtende Aussagen. Person A äußert sich zu einem Mitarbeiter 1. Die Person B fässt es als Spaß auf, lacht und Personen C sowie D denken sich: “Das ist mir ein toller Chef, der hat doch sicher für seine Mitarbeiter nie etwas übrig”. Es liegt also an der Auslegung des Individuum’s, das die Botschaft aufnimmt.
Meiner Meinung nach machen viele Menschen (in diese Gruppe schließe ich mich oft mit ein) oft keinen Unterschied daraus, ob sie sich privat mit einem Kollegen unterhalten oder halt geschäftlich. Worauf kommt es im privaten Umfeld und worauf im dienstlichen an? Auf das Gleiche! Es kommt auf die jeweilige Position des Gegenübers an. Ist er höher-, gleich- oder tiefergestellt gegenüber mir. Früher war das ein wichtiger Faktor - heutzutage eher nicht mehr so…. wenn man einigen älteren Damen und Herren Glauben schenken darf. Spinnen wir mal weiter…. gab es früher kein Networking?
Doch. Klar gab es das. Networking beschreibt im Groben das Bilden einer Gruppe mit gleichen Interessen. Gibt es schon seit der Steinzeit, nur aktuell macht man es halt nicht mit den Menschen, die im gleichen Ursumpf leben, sondern mit Menschen die auf dem selben Erdball leben. Bedeutet… mehr Menschen mit der selben Interesse auf einem Haufen… und auch mehr Menschen mit einer Interesse die sich gegen die erstere Interessengemeinschaft stellt. Der einzigste Unterschied zur Steinzeit ist hier auch lediglich das Ausmaß und die Größe.
Am Ende eines jeden Themas über das man philosophische Gedanken zu verschwenden versucht, steht irgendeine Grundsatzfrage der Menschheit… die hier wäre - Toleranz. Networking kann nur mit Toleranz klappen und das in allen oben angesprochenen Situationen.